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Der FC Schattdorf startet mit einem schwierigen Auswärtsspiel in Menzingen in die Meisterschaft. Nach der hervorragenden letzten Spielzeit sind die Erwartungen hoch, einfach wird es deswegen aber kaum.

Die Ausgangssituation könnte im Vergleich zum Vorjahr kaum unterschiedlicher sein. Denn vor Jahresfrist herrschte nach dem Abstieg in die 3. Liga eine gewisse Unsicherheit und Nervosität beim Herren-I-Team. Die erste Mannschaft strafte aber jeden Kritiker lügen und spielte eine überzeugende und erfolgreiche Saison. Einzig die Krönung wollte ihnen in den Aufstiegsspielen nicht gelingen und so sind sie auch in diesem Jahr wieder in der 3. Liga am Start. Nun aber mit grösserem Druck, denn beim einen oder anderen FCS Anhänger schweben sicherlich bereits Aufstiegsgedanken im Kopf. Davon will Sportchef René Gnos aber nichts wissen. „Wir wollen zwar möglichst lange um einen Platz in den Aufstiegsspielen kämpfen, doch wir wissen auch, dass es sehr schwierig sein wird, die vergangene Saison zu bestätigen.“ Denn mit den drei Urner Teams sei ihre Gruppe zwar äusserst spannend und attraktiv, aber dies sei keinesfalls eine leichte Aufgabe. Trotzdem müssen sich die Schattdorfer nicht verstecken, denn im Vergleich zum Vorjahr können sie auf den fast gleichen Kader zählen. Einzig Driton Hoxha stiess von SC Buochs neu zur Mannschaft und gibt dem Team so zusätzliche Stabilität im Zentrum.

Weiter kam es auch zu Wechseln neben dem Feld. Pius Arnold übernimmt die Aufgabe als Coach und Beat Zberg diejenige des Masseurs. Dass sich Driton Hoxha bereits gut im Schattdorfer Gefüge integrierte, zeigte sich im Cupspiel in Root, wo der Neuzugang einen Hattrick zum Schattdorfer Sieg beisteuerte.

Doch der wichtige Erfolg in der ersten Cuprunde hatte für das Fanionteam noch weitere positive Effekte. So bewies die Mannschaft von Mario Trovatelli und Pius Arnold, dass sie in der Sommerpause nichts von ihrem Kampfgeist und Willen verloren hat und damit auch solch umkämpfte Partien für sich entscheiden kann. Diese wichtige Fähigkeit wird wohl gleich auch beim ersten Meisterschaftsspiel zu tragen kommen. Denn mit dem SC Menzingen wartet ein starker und 3.Liga-erprobter Gegner auf die Urner. Nichts desto trotz ist ein positives Resultat das klare Ziel. „Wir wollen einen guten Start hinlegen. Dies wird wegweisend sein und dann werden wir einfach Spiel für Spiel nehmen“, so René Gnos. Dabei kann das Trainerduo aber noch nicht aus dem Vollen schöpfen. Wegen Ferien oder Verletzungen fehlen mit Gabriel Gabriel, Philipp Gisler, André Schelbert, Robin Mahrow und Pascal Baumann wichtige Spieler. So wird sicherlich bereits am ersten Spieltag der eine oder andere Junior zum Zug kommen. Dies ist genau nach dem Geschmack des Sportchefs. „Nicht weniger wichtig als der Tabellenrang ist mir die Entwicklung der Mannschaft und der Spieler. So wollen wir auch diese Saison den eingeschlagenen Weg weitergehen und Junioren Spielpraxis bieten, sodass wir auch mittelfristig höhere Ziele erreichen können.“ So klingen die eher bescheidenen Ziele ähnlich wie im Vorjahr und wo dies hinführte, ist jedem Urner Fussballfan bekannt.