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Fussball, 3. Liga: FC Luzern Futuro – FC Schattdorf

Schattdorf verwertet Matchball Nr. 3

rb. Tabellenführer Schattdorf und das zweitplatzierte Luzern trennen sich im Spitzenkampf 1:1 Unentschieden. Damit wahrt die Trovatelli-Elf seine Leaderposition und sichert sich mit dem dritten und letzten Matchball die Qualifikation für die Aufstiegsspiele. Dort duelliert sich das Herren-I-Team zuerst auswärts gegen Emmenbrücke II und Baar, ehe die Luzerner Teams aus Triengen und Nottwil in Schattdorf gastieren.

Es war kein einfaches Unterfangen, dem sich Schattdorf am späten Dienstagabend auf der Allmend stellen musste. Einerseits war da der spielerisch starke FC Luzern Futuro, der vor dem Aufeinandertreffen mit der Trovatelli-Elf gleich sechs Siege aneinanderreihte. Und andererseits war da diese verhängnisvolle 95. Minute von vergangenem Samstag, die zumindest im Unterbewusstsein der Spieler immer noch präsent war. Doch es schien, so jedenfalls zu Beginn der ersten Hälfte, dass der verpasste Matchball Nr. 2 dem Gemüt der Urner nicht allzu sehr zusetzte. Marco Gisler und Ramon Scheiber sorgten bereits früh für Furore. Doch da Gisler seinen Abschluss verzog (7. Minute) und Scheiber (12.) seinen Kopfball praktisch auf der Linie von seinem Gegenspieler geblockt sah, blieb das Skore unverändert. Mit zunehmender Spieldauer legte sich die anfängliche Offensivgefahr Schattdorfs jedoch und auch das Heimteam fasste immer mehr Fuss. Gefährlich wurde es für die Urner bisweilen aber kaum. Einzig, wenn die Equipe um Mario Trovatelli und Oskar Gisler sich in der Angriffsauslösung etwas zu weit aus dem Fenster lehnte und dem Gastgeber so die Möglichkeit gab, die sich in der Vorwärtsbewegung befindenden Schattdorfer mit einem Ballgewinn auszukontern. Doch als Aussenverteidiger Mile Sucic seinen Bruder Marko mit einem langen Ball über die Köpfe der Schattdorfer Abwehr hinweg lancierte, schien der erste Treffer nur noch eine Frage der Zeit. Denn der alleine auf Keeper Aschwanden losstürmende Marko Sucic konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Glück im Unglück: Mile Sucic setzte das Leder aus 11 Metern läglich neben den Kasten.

Führungstreffer bringt Spannung

Nach dem Pausentee bekundete Schattdorf Mühe, das Spieldiktat nicht ganz an die Platzherren zu verlieren. Zwar verzeichnete Rot-Schwarz in der 47. Minute noch einen Hochkaräter – Ramon Scheiber verpasste die Hereingabe von Simon Gamma jedoch um eine Haaresbreite –, doch danach wirkte das vom anwesenden Bundesliga-Spieler Pirmin Schwegler präsidierte Luzern Futuro spielfreudiger, aktiver und bissiger. Wirkliche Strafraumszenen blieben zwar Mangelware, doch eine latente Torgefahr war zu spüren, und machte sich in der 70. Minute denn auch gut bemerkbar: Valon Metolli setzte auf der linken Angriffsseite nach Zuspiel von Marco Gilli zur Massflanke an, die in der Mitte mit Valon Morina ihren Abnehmer fand. FCS-Keeper Aschwanden lieb gegen den Kopfball Morinas ohne Abwehrchance. Es folgten Minuten, in denen Schattdorf den Ausgleich zu sehr mit der Brechstange suchte und sich das Gefühl breit machte, dass nun auch der dritte und letzte Matchball nicht verwertet wird. Doch Schattdorf wäre in dieser Saison nicht Schattdorf, wenn es sich nicht auch aus dieser Situation in die Partie zurückkämpfte. So war es wie bereits am Samstag Stefan Aschwanden, der den Ausgleich markierte. Nach einem etwas zu kurz geratenen Freistoss verlängerte Marco Gisler per Kopf auf Stefan Aschwanden, der das Spielgerät per Lattenunterkante hinter die Linie köpfelte. Der Jubel und die Freude auf Seiten Rot-Schwarz’ waren riesig, und wurden noch grösser, als der souverän arbitrierende Bossert nach 92. Minute das letzte Meisterschaftsspiel beendete. Die Trovatelli-Elf qualifizierte sich nicht nur für die Aufstiegsspiele, sondern verteidigte auch seine Leaderposition. Nun warten in den Aufstiegsspielen folgende Kontrahenten: Emmenbrücke II (9. Juni, 20.00 Uhr, auswärts); Baar (13. Juni, 18.00 Uhr, auswärts); Nottwil (16. Juni, 20.00 Uhr, heim); Triengen (20. Juni, 18.00 Uhr, heim).

FC Luzern Futuro – FC Schattdorf 1:1 (0:0)

Allmend. – 200 Zuschauer. SR Bossert.

Tore: 70. Morina 1:0. 83. Stefan Aschwanden 1:1. FC Luzern Futuro: Bruhsin; Fässler (86. Shaqiri), Steinmann, Kunz, Mile Sucic; Morina (81. Türkal), Batista, Nesiri, Metolli; Gilli (86. Pascarella), Marko Sucic. FC Schattdorf: Thomas Aschwanden; Schürpf, Stefan Aschwanden, Bomatter, Stampfli; Simon Gamma (71. Kevin Gamma), Gabriel, Arnold, Marco Gisler; Mahrow (74. Philipp Gisler), Scheiber (90. Loretz).

Bemerkungen: 36. Mile Sucic verschiesst Foulpenalty.