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rb. Die 1. Mannschaft des FC Schattdorf gewinnt gegen den SC Cham mit 2:1. Nach einer durchwegs ansehnlichen ersten Hälfte vermochte Schattdorf nach dem Pausentee nicht mehr an das Gezeigte anzuknüpfen und erhielt prompt den Ausgleich, ehe Patrik Stampfli in der Nachspielzeit den Siegestreffer erzielte.

Stampfli Patrik

Patrik Stampfli

Es lief bereits die 93. Minute, als sich Patrik Stampfli den Ball auf 20 Metern Distanz nochmals setzen durfte. Stampflis Freistoss war tückisch, prallte kurz vor der Torlinie nochmals auf dem harten Grün auf und fand schliesslich den Weg ins Netz zum vielumjubelten 2:1 Siegestreffer. Dass es am Ende soweit kam, war jedoch keineswegs selbstverständlich. Denn einerseits trugen sowohl Chams Mauer als auch Chams Schlussmann Fabian Meier das Ihrige zum zweiten Gegentreffer bei. Andererseits brachte die läuferisch und physisch starke Chamer Offensivabteilung die Schattdorf Hintermannschaft zuvor gleich mehrfach in arge Nöte. Besonders nach dem Ausgleichtreffer durch Remo Corrodi in der 75. Minute waren die Gäste aus dem Kanton Zug dem Siegestreffer um ein mehrfaches näher als das Heimteam. Schattdorf vermochte zwar bereits nach dem Pausentee, der infolge Lichtausfalls in der 38. Minute etwas verfrüht und verlängert als üblich stattfand, nicht mehr an das in der ersten Hälfte Gezeigte anzuknüpfen. Nach dem Ausgleich jedoch gewann der Tabellendritte aus Cham endgültig die Oberhand. Und hätte der Schuss von Chams Sturmtank Reto Scherer in der 59. Minute nicht bloss die Querlatte gestreift, wäre es für das Heimteam wohl ein noch zäheres Spiel geworden.

Dem Favoriten getrotzt

Vor dem Lichtausfall hingegen war Schattdorf dem Favoriten mehr als ebenbürtig. Schattdorf gewann die Mehrheit der Zweikämpfe und spielte über die Seiten keck nach vorne. Wirkliche Hochkaräter blieben aber dennoch aus. So war es einmal mehr eine Standardsituation, die sich Schattdorf zu Nutzen machte, als Philipp Gisler nach einem Eckball am 2. Pfosten das Leder hinter die Linie nickte. Nach dem Lichtausfall hingegen blieben die Bemühungen vermehrt Stückwerk. Einzig in der 46. Minute, als Philipp Gisler seinen Abschluss an die Querlatte setzte und den Abpraller per Kopf knapp neben den linken Pfosten setzte, brannte es im Zuger Strafraum lichterloh. Andernfalls jedoch war das Heimteam damit beschäftigt, Chams Offensivabteilung vom eigenen Kasten, der nach einer Handverletzung von Livio Mahrow ab der 65. Minute durch Raphael Imhof gehütet wurde, fernzuhalten. Weil dies wie gewünscht gelang und Glücksgöttin Fortuna in der eingangs erwähnten 93. Minute tüchtig mithalf, vollbrachte Schattdorf mit diesem 2:1 Sieg den dritten Sieg in Folge.

FC Schattdorf – SC Cham 2:1 (1:0)
Grüner Wald. 250 Zuschauer. SR Greter. Tore: 30. Philipp Gisler 1:0. 75. Corradi 1:1. 92. Patrik Stampfli 2:1. FC Schattdorf: Livio Mahrow (65. Raphael Imhof); Sandro Stampfli, Ralph Bomatter, Franco Heinzer (75. Tim Häfliger), Philipp Zurfluh; Robin Mahrow (84. Simon Wipfli), Paul Arnold, Jonathan Schürpf, Noel Gisler (86. Pascal Baumann); Philipp Gisler, Patrik Stampfli. SC Cham II: Meier; Thöni, Suter, Sturzenegger, Mair; Morceli (78. Andri Good), Sandro Scherer, Imfeld (61. Petersen), Corrodi, Muff; Reto Scherer. Bemerkungen: 46. Lattenschuss Philipp Gisler; 59. Lattenschuss Reto Scherer. Schattdorf ohne Ramon Scheiber, Nando Lussmann, Patrik Wyrsch und Noah Senn (alle verletzt).