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rb. Die 1. Mannschaft des FC Schattdorf gewinnt auswärts gegen den Luzerner SC mit 4:2. Gegen ein taktisch in grossen Teilen überlegt agierendes Schattdorf liefen die spielstarken Stadtluzerner ein ums andere Mal erfolglos an. Wer sich vor der Rückrundenpartie an das Aufeinandertreffen in der Hinrunde erinnerte, der wusste, dass bereits ein Punkt auf dem luzernerischen Rasen kein schlechtes Ergebnis wäre. Denn damals, im Herbst 2018, unterlagen die Urner den Stadtluzerner auf heimischem Terrain mit 2:4 und waren faktisch chancenlos. Ali Mourad, der ehemalige Spieler des FC Altdorf, schoss dabei gleich alle Tore selber. Nun, um es vorweg zu nehmen, Mourad traf auch diesmal und war wiederum ein steter Unruheherd. Doch weil Schattdorf taktisch überlegter agierte, sich zurückzog, zumeist kompakt verteidigte und nach Ballgewinnen schnell umschaltete, blieben die spielstarken Individualisten des Stadtluzerner Fussballvereins wirkungsloser als auch schon. Und falls der Luzerner Sportclub dennoch gefährlich in Erscheinung trat, rettete entweder die Lattenoberkante (15. Minute) oder der hervorragend parierende Livio Mahrow (22. und 23.). Kam hinzu, dass Schattdorf in der ersten Hälfte über ein halbes Dutzend bester Offensivmöglichkeiten verfügte und drei davon auch gewinnbringend umsetzen konnte.

Zuerst nickte Ralph Bomatter den durch Patrik Wyrsch getretenen Eckball in die Maschen (13.), anschliessend bediente Ramon Scheiber nach einem mustergültig ausgetragenen Konter den freistehenden Philipp Gisler (28.) und schliesslich überlistete Patrik Wyrsch den etwas zu weit vor seinem Kasten postierten gegnerischen Keeper mit einem gefühlvollen Heber (45.).

Schattdorf mit kurzer Einbruchphase

Auch nach dem Pausentee machte Schattdorf dort weiter, wo es zum Ende der ersten Hälfte aufgehört hat: beim Toreschiessen. Robin Mahrow musste nur noch einschieben, nachdem LSC-Goalie Noel Schweizer den Kopfball Franco Heinzers nicht genügend abwehren konnte. Die Freude über den vierten Treffer währte aber nur kurze Zeit. Denn gleich im Gegenzug nutzte Gjon Paluca den ihm gewährten Freiraum und liess Livio Mahrow mit seinem platzierten Schuss in die rechte Ecke keine Abwehrchance. Und als Ali Mourad in der 64. Minute den zweiten Treffer des Heimteams erzielte, schien Schattdorf endgültig zu wackeln. Doch schon nach wenigen Minuten fanden sich die Urner in ihrem Defensivspiel wieder besser zurecht und der Luzerner Sportclub hatte Mühe, sein gepflegtes Spiel bis in die Spitzen durchzuziehen. Vermehrt setzte die von Spaqi Pren gecoachte Truppe nun auf hohe Bälle, die zumeist aber postwendend per Kopf wieder retourniert wurden. Insofern blieb die wirklich heisse Schlussphase aus und Schattdorf hätte mit seinen Kontermöglichkeiten gar seinen fünften Treffer realisieren müssen. Wie dem auch sei: Mit diesem Auswärtssieg holte sich Schattdorf im Hinblick auf einen frühzeitigen Ligaerhalt weitere wichtige Punkte.

Luzerner SC – FC Schattdorf 2:4 (0:3)
Hubelmatte. 100 Zuschauer. Tore: 13. Bomatter 0:1. 28. Philipp Gisler 0:2. 45. Wyrsch 0:3. 55. Robin Mahrow 0:4. 56. Nr. 11 1:4. 64. Mourad 2:4. Luzerner SC: Schweizer; Inäbnit, Gjokaj (46. Spaqi), Osmanovic, Markaj; Mourad, Sakica (50. Galli), Berisa (78. Ahmad), Abu Ghannam; Balaj; Paluca. FC Schattdorf: Livio Mahrow; Schürpf, Bomatter, Heinzer (59. Häfliger), Zurfluh; Noel Gisler, Wyrsch, Joachim Gisler, Robin Mahrow (84. Sandro Stampfli); Philipp Gisler, Scheiber (37. Patrik Stampfli). Bemerkungen: 15. Lattenschuss Mourad. 52. Pfostenschuss Mourad. Schattdorf ohne Noah Senn, Pascal Baumann, Simon Wipfli, Nando Lussmann (alle verletzt) und Paul Arnold (abwesend).