Zum letzten Heimspiel vor dem Cupfinal kam der Aufsteiger FC Küssnacht ins Urnerland. Für die Schattdorfer war es die Möglichkeit, sich für den Cupfinal warm zu machen. Die Gäste wiederum wollten wichtige Punkte im Abstiegskampf entführen. Dementsprechend legten auch beide Mannschaften direkt mit dem Fussball spielen los.

rm. Dass die Rigidörfler diese Punkte auch unbedingt wollten, sah man in der Startviertelstunde. Sie gewannen mehr Zweikämpfe, waren gedanklich schneller und kamen zu den besseren Torchancen. Erfolge konnten sie jedoch bis dahin noch keine verbuchen. Mit einem clever herausgeholten Penalty änderte sich dies allerdings. Der gefoulte Antonio Linares drosch den Ball trocken zur verdienten Führung ins Tor. Wie so oft war dies ein Weckruf für die Urner. Diese begannen nun selbst etwas für das Resultat zu tun und kamen zu ersten guten Aktionen. Die beste Aktion des Spiels kam dann in der 34. Minute, als Cedric Gisler einen herrlichen Angriff des FC Schattdorf noch herrlicher mit seinem dritten Saisontor vollendete. Vor der Pause hätten die Einheimischen dann verdientermassen führen können oder sogar müssen. Zwei weitere schnelle Vorstösse brachten Ramon Scheiber in aussichtsreiche Positionen, der Routinier muss bis zum Cupfinal jedoch noch etwas sein Visier justieren. Über die gesamte erste Halbzeit war das 1:1 jedoch sicher gerecht.

Erneute Ampelkarten

Beide Mannschaften kamen nach der Pause zu einigen Halbchancen, welche aber keine Tore brachten. Spannung kam dann erst wieder in der Schlussphase auf. Zuerst flog Dmytro Gryshchenko nach einem Gerangel mit Antonio Linares in der 75. Minute wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Dieser zusätzliche Platz auf dem Feld nutzten die Gäste aus dem Kanton Schwyz dann und kamen zu ihrer besten Torchance. Doch Yannick Arnold im Tor parierte den Schuss von Torschütze Antonio Linares mit einer Glanzparade! Mehr produzierten die numerisch überlegenen Küssnachter jedoch nicht mehr. Der Torschütze Antonio Linares verabschiedete sich nach einem Foul mit seiner zweiten gelben Karte ebenfalls frühzeitig unter die Dusche und glich die numerische Anzahl wieder aus. Nun waren es die Schattdorfer, welche den Siegestreffer suchten. Doch zuerst scheiterte Patrik Stampfli per Freistoss am Torwart. Anschliessend berührte Ramon Scheiber den Ball vor dem gegnerischen Tor unglücklicherweise mit der Hand. Scheiber musste auch miterleben, wie ein Foul an ihm nicht mit einem Penalty geahndet wurde, sondern sogar Freistoss für die Gäste gab. Zu guter Letzt scheiterte der eingewechselte Kevin Gamma dann auch noch am linken Pfosten! Das Unentschieden konnten sie aber nicht mehr verhindern und mussten sich mit einem Punkt zufriedengeben. Über die vollen neunzig Minuten wäre ein Sieg der Urner nicht gestohlen gewesen, das Unentschieden ist wohl aber das verdiente Schlussresultat.

Der SC Schwyz wartet

Zufrieden darf man aus Sicht der Urner trotzdem sein. Die Einstellung und die Leidenschaft stimmen im Team von Enz/Infanger/Zberg. Dies zeigte sich auch durch die zusätzlichen Läufe in Unterzahl sowie dem flotten Angriffsfussball in der ersten Hälfte. Einzig an der Chancenauswertung muss noch etwas gearbeitet werden. In einer Woche wartet dann der kämpferische SC Schwyz im Cupfinal auf die Rot-Schwarzen. Bis dahin haben die Urner Zeit an der Chancenauswertung zu feilen und sich auf den Cupfinal einzustimmen. Das Spiel findet beim FC Ibach auf dem Gerbihof statt. Anpfiff ist um 17.00 Uhr. Hopp Schattdorf!