Der FC Schattdorf muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. Im Nachtragsspiel gegen Goldau setzte es zuhause eine 1:2-Niederlage ab. Besonders bitter: Der FCS zeigte in der ersten Halbzeit einen soliden Auftritt und hatte das Spiel weitgehend im Griff. Nach der Pause liessen die Urner jedoch nach – und spätestens nach dem ersten Gegentreffer war der Zugriff auf die Partie weitgehend weg.
Gute erste Halbzeit bleibt unbelohnt
Vor der Pause machte Schattdorf vieles richtig. Defensiv stand man über weite Strecken stabil, offensiv kam man immer wieder zu guten Ansätzen. Zwar hatte auch Goldau früh eine Möglichkeit, doch der FCS hielt dagegen und war selbst gefährlich. Patrik Stampfli kam zu einer guten Chance, Simon Wipfli scheiterte am gegnerischen Keeper, und auch Skander Agrebi setzte einen Kopfball aufs Tor. Dazu kam, dass Schattdorf im Spiel mit dem Ball und in den Zweikämpfen einen guten Eindruck hinterliess. Zwar gab es defensiv einzelne heikle Momente, unter anderem bei einer gefährlichen Eigentorchance, insgesamt war die erste Halbzeit aber gelungen und hätte durchaus eine Führung verdient gehabt.
Nach der Pause kippt die Partie
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel jedoch zunehmend auf die Seite der Gäste. Schattdorf liess nach, wirkte weniger kompakt und verlor Schritt für Schritt die Kontrolle. Tim Gisler rettete in der 56. Minute noch stark auf der Linie, doch nach einem Eckball fiel wenig später das 0:1. Und dieser Treffer zeigte Wirkung. Der FCS hatte danach kaum mehr Zugriff aufs Spiel, verlor viele zweite Bälle und kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe. Goldau nutzte diese Phase konsequent aus und erhöhte kurz darauf per Elfmeter auf 0:2. Yannick Arnold hielt sein Team mit einer starken Parade zwischenzeitlich noch im Spiel, doch insgesamt war Schattdorf in dieser Phase zu passiv.
Anschlusstreffer kommt zu spät
Erst in der Schlussphase bäumte sich der FCS nochmals auf. Patrik Stampfli setzte einen Freistoss ans Aussennetz, eine weitere gute Möglichkeit wurde vom Goldauer Keeper entschärft. In der 80. Minute kam dann nochmals Hoffnung auf: Mattia Schorno lief alleine aufs Tor zu und verkürzte auf 1:2. Für den Ausgleich reichte die Schlussoffensive aber nicht mehr.
Erneut ohne Punkte
Am Ende bleibt für den FC Schattdorf eine bittere Niederlage, weil über weite Strecken durchaus mehr drin gelegen wäre. Vor der Pause stimmte der Auftritt, nach dem Seitenwechsel aber liess man Goldau zu oft gewähren und fand nach dem ersten Gegentor kaum mehr zurück ins Spiel. So stand man trotz ansprechender erster Halbzeit am Schluss erneut mit leeren Händen da. (ms)










