Der FC Schattdorf empfing mit dem FC Brunnen einen Aufstiegskandidaten – und wollte nach dem missglückten Saisonstart vor Heimpublikum ein Zeichen setzen. Der Plan war klar, die Umsetzung gelang jedoch nur phasenweise. Die Gäste aus dem Schwyzer Ferienort zeigten über 90 Minuten die reifere Leistung und nahmen verdient alle drei Punkte mit.
Die Partie begann bei herrlichem Fussballwetter mit viel Tempo auf beiden Seiten. In der Startphase bewegte sich das Spiel auf Augenhöhe, doch nach rund 20 Minuten folgte der doppelte Nackenschlag für die Urner. Zweimal kamen die Brunner nach sehenswerten Vorstössen zum Abschluss, zweimal landete der Ball im Nachschuss im Netz. Beim ersten Treffer rettete zunächst noch die Latte, beim zweiten konnte Arnold nur abwehren – doch jeweils reagierte ein Brunner am schnellsten und traf zur 0:2-Führung.
Stampfli mit starkem Comeback
Schattdorf zeigte jedoch Moral und kämpfte sich zurück. Captain Stampfli leitete die Wende ein, als er nach einem langen Ball den Torwart umspielte und seine Hereingabe von einem Verteidiger unglücklich ins eigene Tor gelenkt wurde. Wenig später folgte ein Treffer der besonderen Sorte: Stampfli eroberte im Mittelfeld den Ball, setzte sich im Alleingang durch, tunnelt im Strafraum seinen Gegenspieler und schloss kompromisslos zum 2:2 ab.
Bis zur Pause flachte die Partie etwas ab, beide Teams zollten dem hohen Anfangstempo Tribut. Nach dem Seitenwechsel erwischte Brunnen erneut den besseren Start. Nach einem schnell ausgeführten Freistoss im Halbfeld war die Schattdorfer Defensive einen Moment unsortiert – und prompt stand es wieder 2:3. Ein ärgerlicher Gegentreffer, nachdem man sich kurz zuvor zurückgekämpft hatte.
Brunnen macht den Sack zu
In der Folge kontrollierten die Gäste das Geschehen zunehmend. Nach rund einer Stunde sorgten sie mit einem weiteren Treffer nach schöner Kombination für die Vorentscheidung. Schattdorf hielt zwar kämpferisch dagegen, blieb offensiv aber zu harmlos. Die beste Möglichkeit hatte nochmals Stampfli, dessen Freistoss knapp am Tor vorbeistrich.
Am Ende musste sich der FCS klar geschlagen geben. Brunnen war über weite Strecken die bessere Mannschaft – mit mehr Ballbesitz, mehr Chancen und letztlich auch mehr Toren. Für Schattdorf bleibt die ernüchternde Bilanz von nur zwei Punkten aus sieben Spielen. Viel Zeit zum Grübeln bleibt jedoch nicht: Mund abputzen und weitermachen – mehr Optionen gibt es derzeit nicht.(rm)










