Herger trifft in der Nachspielzeit – der FC Schattdorf holt endlich die langersehnten drei Punkte.
Der FC Schattdorf holte auswärts beim drittplatzierten FC Willisau den ersten Dreier der Rückrunde. Es war ein verdienter Sieg, auch wenn er erst tief in der Nachspielzeit feststand.
Erste Halbzeit: die Urner bestimmen das Spiel
Der FCS war von Beginn an die bestimmende Mannschaft. Willisau kam in der 7. Minute mit einem Pfostenschuss zwar zur ersten gefährlichen Torchance des Spiels, blieb danach aber weitgehend harmlos. Der FCS übernahm daraufhin das Zepter und erspielte sich immer wieder gefährliche Chancen über die Aussenbahnen. In der 27. Minute fiel dann das verdiente 1:0: Die Schattdorfer kombinierten sich auf der rechten Seite durch, bis der Ball den Weg zu Wipfli fand. Dieser dribbelte den Strafraum an und zog ab. Der Ball traf den Innenpfosten und landete anschliessend im Netz. In der 32. Minute wäre Stampfli beinahe noch das 2:0 gelungen, sein Abschluss strich jedoch knapp vorbei. Der FCS ging verdient mit einer Führung in die Pause.
Schock für den FC Schattdorf gleich nach dem Seitenwechsel
Beide Teams starteten unverändert in die zweite Halbzeit. Der FCS wollte nach der Pause gleich wieder dominant auftreten. Doch dann verwandelte der linke Aussenverteidiger des FCW in der 47. Minute einen Traumvolley aus rund 18 Metern unhaltbar ins linke Eck. Der Treffer war ein Schock und nun kippte das Momentum auf die Seite der Gastgeber, die nun drückten und den FCS lange in die Defensive zwangen. Der FCS stabilisierte sich, Zberg/Infanger reagierte in der 75. Minute mit einem Doppelwechsel: Aschwanden und Herger kamen neu ins Spiel, um dem FCS wieder mehr Power und Tempo nach vorne zu verschaffen. Die Einwechslungen sollten sich auszahlen. Die Anzeichen für den ersten Dreier waren aber lange nicht ersichtlich. Der FC Schattdorf versuchte wie schon so oft diese Rückrunde den Sack zu zu machen. So recht wollte dies aber nicht gelingen. Bis in die 95(!) Minute, denn dann kam dann doch noch die lang ersehnte Erlösung. Die Urner kombinierten sich zum Siegtreffer: Baumann bediente Aschwanden per Einwurf, dieser dribbelte sich an der Grundlinie durch und legte quer auf Herger. Dieser musste nur noch den Fuss hinstellen und schon war sein erstes Tor für die erste Mannschaft und der erste Sieg für den FC Schattdorf perfekt.
Fazit
Die drei Punkte waren notwendig, sie geben Luft nach hinten und Platz zum Aufatmen, da die Abstiegsplätze wie jedes Jahr noch hart umkämpft sind. Der FCS zeigte Charakter und bewies, dass in dieser Mannschaft mehr steckt als die bisherige Rückrunde vermuten liess. Jetzt gilt es, diesen Schwung in die verbleibenden drei Spiele mitzunehmen und die Rückrunde positiv abschliessen zu können.(rm)










